Naturjuwelen, Reisen & Entdecken

Kurztrip zu einem der schönsten Wildflüssen – Tagliamento

Für normal sollte heute ein anderer Bericht erscheinen, aber ich habe mich erst mal für unseren Kurztrip nach Italien entschieden.


Erst mal muss ich mich entschuldigen für die lange Wartezeit, denn unser Urlaub ist jetzt schon wieder 2 Wochen aus und bis heute noch kein Bericht getippt. Hach ja, so ist es mal mit den Schwerverdiener *gg*

Bevor ich euch mit unserem Alltagskram vollplappere, möchte ich lieber Anfangen zu erzählen, wie es in Italien war, wo wir gecampt haben und was uns alles passierte in der kurzen Zeit.

 


….Donnerstag….

Alles begann am Donnerstag um 3 Uhr Nachts.. ach was für ein blöder Anfang….

Um 2 Uhr Nachts, weckte uns unser Wecker „sanft“ aus den Federn, böse konnte ich nicht auf unseren geliebten Wecker sein, denn jetzt hieß es: ab in den Wohlverdienten Urlaub!
Lebensmitteln und all die anderen Sachen mussten noch in das Auto gepackt werden, und somit machten wir uns um Punkt 3 Uhr auf den Weg nach Italien.

Unsere erste Panne fing schon beim Tanken an, denn total motiviert machte ich die Hintere Türe auf und so schnell konnte ich nicht schauen, viel mir die Melone und die 6 Flaschen Lambrusco entgegen. Wie ein Clown balancierte ich alles gut aus, aber konnte nicht alles retten, denn unsere Melone hatte einen fetten Riss bekommen und eine Flasche ging zu Bruch. Dass kann doch nur ein guter Start sein, oder? 🙂

Da es Richtung Italien immer nur gerade ging, war es immer etwas langweilig auf dieser Strecke, dass hat mir auch mein Körper gesagt, denn von der Müdigkeit gepackt bin ich immer wieder eingenickt, aber dass nicht zu kurz. Ja mein Mann tat mir schon etwas Leid, denn im Endeffekt sprach er ständig mit einer schlafenden Leiche. Immer wieder wenn ich kurz munter wurde, versprach ich diesmal die Augen offen zu halten… Naja, mein Körper schaltete auf Stur und so nickte ich innerhalb paar Minuten wieder weg.

Kurz nach der Grenze Italiens, wurde ich munter und die Suche nach unserem Lagerplatz begann. Genau wie letztes Jahr, haben wir die Ausfahrt Osoppo genommen, und sind Richtung Tagliamento gefahren.


Unser erster Platz war ein richtiger Reinfall, denn dort angekommen, standen wir nur vor einem Felsenhaufen und weit und breit kein Wasser in Sicht. Gut, fahren wir zu unserem Platz, denn vielleicht haben wir dort Glück.

Dort angekommen, mussten wir klar stellen, dass es dieses Jahr sehr schlecht aussieht mit dem Wasser, da sehr wenig fließt. Einige Meter weiter haben wir unser Traumplätzchen gefunden. Jetzt heißt es, Lager aufbauen und mal entspannen.

Ja mit dem Entspannen war es leider auch vorbei, denn schon haben wir die nächste Panne angezogen. Nicht einmal 1 Stunde in Italien gewesen, ist mir aufgefallen dass nicht mal 3 Meter neben uns, ein großer Bus im Kies stecken blieb.

Sofort sind wir da hin geeilt und wollten natürlich helfen. Es war uns leichter, als wir sahen das dieses Pärchen aus Deutschland kam, so konnte man sich auch unterhalten. Was wir alles probierten um diesen Bus wieder raus zu bekommen, waren bereits 2 Stunden vergangen. Ohne trinken, ohne Schatten und gefüllte 40 Grad und unzählige Fliegen am Körper hatten wir es geschafft, der Bus ist heraußen. Jetzt nur noch das Lager fertig bringen und man konnte uns eingraben, so erledigt wie wir waren.

Unser Highlight war noch, als dieses Pärchen auf einmal bei uns im Lager waren und sich bei uns bedanken, uns Bier und Knabbersachen mitgenommen haben. Ich fand das so niedlich, denn selbstverständlich ist das heutzutage leider nicht mehr.


….Freitag….

Eine fast schlaflose Nacht im Zelt, waren wir fit für einen sonnigen Tag am Wasser. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie wir es gerne hätten. Somit haben wir entschieden, erst mal richtig lecker zu frühstücken um gestärkt, Holz sammeln zu gehen für unser Lagerfeuer. Wie im Nu, waren alle Wolken verschwunden und es prasselte wieder so richtig runter.

Die Liegen und der Sonnenschirm eingepackt und der Fußmarsch zum Wasser ging los. Wir hatten ja auch nur 5 Meter zum Wasser, war zwar nicht weit aber extrem steinig. Ohne Schuhe ist man hier einfach aufgeschmissen. Also merkt euch, wer einmal Urlaub am Tagliamento macht, bitte nehmt euch feste Schuhe mit, denn ohne würdet ihr keine Freude am Urlaub haben.

Ein schönes Plätzchen wurde gefunden, Liegen in das Wasser gestellt, Sonnenschirm aufgespannt, lagen wir wie kleine Ölsardinen auf den Liegen und sogen die Sonnenstrahlen nur so auf.

Schon kam die nächste Panne auf uns zu, denn auf einmal veränderte sich das Wetter so schnell, dass wir nur noch Wolken hatten und ein Wind pfeifte nur noch an uns vorbei. Unser Sonnenschirm war ja nicht mehr der beste, und so gab es ein Ende für ihn. Der Wind klappte den Sonnenschirm in alle Einzelteile um dass am Ende nur noch ein Stofffetzen und Drähte übrig geblieben sind.

Doch nichts brachte uns aus der Ruhe, denn diese Aussicht und die Ruhe war einfach so bezaubernd, dass man gut abschalten konnte.

Ja kommen wir zu einen Thema, dass einige abschrecken wird *lach* denn man erwartet ja nicht von einem Wildfluss der von den Bergen kommt, dass dieser warm sein wird. Leute ich lüge euch nicht an, das Wasser hatte nur . Da musste man durch, denn wir wuschen uns auch darin. Mein Mann zögerte am Anfang, doch er hat es genossen und lies sich auch mit der Luftmatratze treiben, wo ich mich nur mit einer Katzenwäsche zufrieden gab.

Nach einem turbulenten Tag mit Sonne und Sturm, wollten wir den Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen. Die Lambrusco Flaschen wurden eingekühlt, Kartenspiele wurden ausgepackt, und schon kam das nächste Problem. Ein richtiges Wetter mit Gewitter und Regen kam genau auf uns zu. Na toll, was kann uns denn noch alles passieren?

Sonnenschirm wurde umgewandelt zu einem Regenschirm, was leider nicht mehr so gut möglich war. Regenponchos wurden ausgepackt und so saßen wir eng zusammen vor dem Lagerfeuer und warteten bis wieder alles vorbeizog.


….Samstag….

Neuer Tag, neues Glück. An diesem Tag war es besonders schön, da wollten wir nur noch am Wasser entspannen und die letzten Sonnenstrahlen tanken. Lange hielt man es in der Sonne nicht aus, denn es brannte regelrecht vom Himmel. Dann haben wir entschieden, dass wir schon am Samstag nach Hause fahren werden, denn wir wollten einfach wieder unter einer richtig, warmen Dusche.

Auch wenn uns das schwer gefallen ist, packten wir die Sachen zusammen und fuhren Richtung nach Hause. Anbei habe ich noch Videos vom Urlaub 😉

 

Für uns war es diesmal wieder ein wundervoller Urlaub, mit ein paar Pannen, aber diese haben wir mit links genommen, denn die Natur und die Landschaft macht alles wieder gut.

Wie macht ihr am liebsten Urlaub?
Seit ihr auch so Naturverbunden oder bevorzugt ihr eher Hotels?

 

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